Ein Handwerksunternehmen wird gefunden, wenn Google und die KI-Dienste klar erkennen, was es macht und wo. Dafür brauchst du ein gepflegtes Google Unternehmensprofil, eine eigene Seite je Leistung mit echten Referenzen, echte Bewertungen und stimmige Angaben überall. Eine Platzierung kann dir niemand zusagen. Du kannst aber messen, ob du bei den Fragen deiner Kunden vorkommst.
Wie Kunden ein Handwerksunternehmen suchen
Wer einen Handwerker braucht, sucht selten nach einem Namen. Er sucht nach einem Problem und einem Ort: „Heizung ausgefallen Rheine“, „Elektriker Notdienst Nottuln“, „Dachdecker Angebot Coesfeld“. Heute stellt er dieselbe Frage auch in ChatGPT oder Gemini und bekommt eine zusammengefasste Antwort mit einigen Unternehmen.
Für beide Wege gilt dieselbe Grundlage. Google selbst sagt in seinem Leitfaden zu KI-Funktionen, dass sich die Optimierung dafür nicht von der Optimierung für die Suche insgesamt unterscheidet. Den Hintergrund erklärt der Artikel GEO und SEO.
Die Bausteine im Überblick
| Baustein | Wofür er gut ist | Wo du weiterliest |
|---|---|---|
| Google Unternehmensprofil | Zeigt dich in der lokalen Suche und in Google Maps | Local SEO |
| Eine Seite je Leistung | Beantwortet, was ein Kunde sucht | dieser Artikel |
| Echte Referenzen | Belegen eigene Erfahrung | dieser Artikel |
| Bewertungen | Stärken die Bekanntheit | Google-Bewertungen bekommen |
| Stimmige Angaben | Name, Adresse und Zeiten gleich überall | Strukturierte Daten |
| Test in KI-Diensten | Zeigt, ob du genannt wirst | KI-Sichtbarkeit prüfen |
Schritt 1: Das Google Unternehmensprofil
Für lokale Suchen ist das Profil dein stärkster Hebel. Google nennt als Faktoren Relevanz, Entfernung und Bekanntheit. Die Entfernung kannst du nicht ändern. Relevanz und Bekanntheit schon.
Fährst du zu deinen Kunden, legst du ein Profil mit Einsatzgebiet an und blendest die Adresse aus, wenn bei dir niemand vorbeikommt. Wähle wenige, genaue Kategorien. „Heizungsbauer“ ist eine Kategorie, „Wärmepumpe“ ist eine Leistung. Verwende den Namen, der am Firmenschild steht, ohne Zusätze wie „Notdienst 24h“. Alle Schritte stehen im Artikel zum Google Unternehmensprofil.
Schritt 2: Eine Seite je Leistung
Viele Handwerker-Websites haben eine Seite „Leistungen“ mit einer Liste. Das genügt weder Kunden noch Suchmaschinen. Besser ist eine eigene Seite für jede Leistung, die du wirklich anbietest. Zum Beispiel „Wärmepumpe installieren“, „Heizung tauschen“ und „Badsanierung“.
Auf jede Seite gehören:
- was du genau machst und für wen
- wie ein Auftrag abläuft, vom ersten Anruf bis zur Übergabe
- wo du arbeitest
- ein Ansprechpartner mit Foto und Telefonnummer
- ein oder zwei echte Referenzen
Schreibe so, wie du es einem Kunden am Telefon erklären würdest. Das ist einfaches Deutsch und es hilft. Fachbegriffe erklärst du kurz.
Schritt 3: Referenzen mit eigenen Fotos
Google fragt in seinem Leitfaden für hilfreiche Inhalte, ob ein Text eigene Erfahrung zeigt. Für Handwerker ist das ein Vorteil, denn du hast die Baustellen. Zeige vorher und nachher, nenne die Aufgabe und beschreibe die Lösung. Frage den Kunden um Erlaubnis und nenne keine Anschrift.
Ein Beispiel: Ein Dachdecker schreibt zu einer Referenz: „Flachdach, 60er-Jahre-Bau, Wasser im Treppenhaus nach Starkregen. Die Ursache war eine undichte Anschlussstelle am Lichtkuppelrand.“ Das ist Erfahrung, die kein Textbaukasten liefert. Die Zahlen im Beispiel sind erfunden.
Schritt 4: Orte ohne Masse
Viele wollen eine Seite je Stadt anlegen: „Elektriker Rheine“, „Elektriker Emsdetten“, „Elektriker Neuenkirchen“. Sind die Seiten fast gleich und nur der Ortsname ändert sich, ist das riskant. Googles Spam-Richtlinie beschreibt als Doorway-Abuse Seiten für ähnliche Suchanfragen, die Nutzer zu einer einzigen Seite lenken. Dabei nennt sie ausdrücklich mehrere Seiten für einzelne Regionen oder Städte. Auch massenhaft erzeugte Seiten ohne eigenen Wert zählen zu den Verstößen.
Besser: Eine Seite pro Leistung mit einem klaren Abschnitt „Wo wir arbeiten“. Eine eigene Ortsseite lohnt nur, wenn du dort wirklich etwas Eigenes zu sagen hast, zum Beispiel echte Referenzen aus dem Ort.
Schritt 5: Bewertungen und Antworten
Anzahl und Bewertung der Rezensionen gehören laut Google zur Bekanntheit. Bitte deshalb nach jedem abgeschlossenen Auftrag alle Kunden um eine ehrliche Rezension. Biete nichts dafür an. Die Regeln stehen im Artikel Google-Bewertungen bekommen. Antworte auf jede Rezension freundlich und kurz.
Schritt 6: Prüfen, ob du genannt wirst
Stelle zehn Fragen, wie deine Kunden sie stellen, in ChatGPT, Gemini und Perplexity. Notiere, wer genannt wird und wer als Quelle erscheint. Wiederhole das in gleichen Abständen. So gehst du vor: KI-Sichtbarkeit prüfen. Prüfe auch, ob deine robots.txt die Crawler der KI-Dienste aussperrt. Das erklärt der Artikel zu robots.txt und llms.txt.
Ein Beispiel: Heizungsbauer in Rheine
Ein Heizungsbau-Unternehmen mit acht Mitarbeitern kommt bei „Wärmepumpe Rheine“ nicht vor. Die Angaben sind ein erfundenes Beispiel. Der Inhaber geht so vor:
- Er prüft das Profil und findet dort Kategorien wie „Wärmepumpe“ und „Notdienst“. Er ersetzt sie durch „Heizungsbauer“, weil Kategorien beschreiben sollen, was ein Unternehmen ist.
- Er legt eine Seite „Wärmepumpe installieren“ an, mit Ablauf, Ansprechpartner und zwei Referenzen samt Fotos.
- Er bittet jeden Kunden nach der Abnahme um eine Rezension und antwortet auf alle.
- Er testet zehn Fragen in drei KI-Diensten, schreibt das Ergebnis auf und wiederholt den Test nach sechs Wochen.
Ob sich seine Nennungen ändern, weiß er erst nach dem zweiten Durchgang. Eine Zusage dafür gibt es nicht. Aber er weiß, was er getan hat und was davon wirkt.
Was nicht hilft
- Gekaufte Bewertungen oder Rabatte für Rezensionen. Das verstößt gegen die Regeln von Google.
- Namenszusätze im Profil. Sie sind nach den Richtlinien nicht erlaubt.
- Versprechen von Agenturen. Google rät zur Vorsicht bei Anbietern, die Ranking-Erfolg zusagen.
- Dutzende fast gleiche Ortsseiten. Siehe Schritt 4.
Gib Änderungen Zeit. Laut dem Einsteigerleitfaden von Google kann es wenige Stunden dauern oder mehrere Monate, bis sich etwas zeigt. Warte einige Wochen, bevor du urteilst. Einen Preisrahmen für professionelle Hilfe findest du im Artikel zu den Kosten für SEO.
Den vollständigen Ablauf für die Sichtbarkeit in KI-Antworten findest du in der Anleitung zur GEO-Optimierung.
Was du jetzt tun kannst
- Prüfe dein Google Unternehmensprofil auf Name, Kategorie, Einsatzgebiet und Zeiten.
- Wähle deine drei wichtigsten Leistungen und lege für jede eine eigene Seite an oder verbessere die vorhandene.
- Ergänze je Seite eine echte Referenz mit Fotos.
- Hole dir den Link für Rezensionen und schicke ihn nach jedem Auftrag an alle Kunden.
- Stelle zehn Kundenfragen in den KI-Diensten und halte das Ergebnis fest.
Wenn du erst wissen willst, wo du heute stehst: Das Audit Deine Ausgangslage zeigt dir Profil, Website und KI-Antworten im Überblick. Danach kannst du selbst weitermachen oder mit RankMeister in den Paketen Gefunden, Vorne dabei oder Erste Wahl dranbleiben.
Quellen
- Google Unternehmensprofil Hilfe: Lokales Ranking verbessern
- Google Unternehmensprofil Hilfe: Richtlinien für die Darstellung deines Unternehmens
- Google Search Central: Website für generative KI-Funktionen in der Google Suche optimieren, zuletzt aktualisiert 10.07.2026
- Google Search Central: Spam-Richtlinien (Doorway-Abuse und massenhaft erzeugte Inhalte), zuletzt aktualisiert 28.08.2026
- Google Search Central: Hilfreiche, zuverlässige Inhalte erstellen
- Google Search Central: SEO-Einsteigerleitfaden, zuletzt aktualisiert 10.12.2025