Ein lokales Unternehmen braucht laut Google nur zwei Pflichtangaben in den strukturierten Daten: Name und Adresse. Sinnvoll sind zusätzlich Öffnungszeiten, Telefonnummer, Koordinaten und die Adresse der Seite. Du schreibst sie als JSON-LD in den Quelltext und nutzt den genauesten Typ, zum Beispiel Plumber für einen Installateur. Eine Anzeige in den Suchergebnissen ist damit nicht zugesagt.
Was strukturierte Daten sind
Strukturierte Daten sind zusätzliche Angaben im Quelltext deiner Seite. Sie sagen Maschinen eindeutig, was auf der Seite steht: Das ist ein Unternehmen, es heißt so, es sitzt hier und hat diese Zeiten. Menschen sehen davon nichts. Suchmaschinen lesen es mit.
Das Vokabular dafür liefert Schema.org. Für Unternehmen vor Ort ist der Typ LocalBusiness zuständig. Google empfiehlt als Format JSON-LD. Das ist ein Block im Quelltext, der die Angaben in einer festen Schreibweise enthält. Microdata und RDFa sind auch möglich.
Brauchst du das wirklich?
Ehrliche Antwort: Du brauchst es nicht, um bei Google zu erscheinen. Für die KI-Funktionen von Google ist spezielles Markup laut Google nicht nötig. Der Leitfaden nennt strukturierte Daten dennoch als sinnvollen Teil der Suchmaschinenoptimierung, weil sie helfen können, für Rich-Ergebnisse infrage zu kommen. Ein Rich-Ergebnis ist ein Treffer mit zusätzlichen Informationen.
Der Nutzen liegt woanders: Du sorgst dafür, dass Name, Adresse und Zeiten auf Website, Profil und im Quelltext übereinstimmen. Diese Einheitlichkeit hilft Menschen und Maschinen. Mehr zur Rolle des Profils steht im Artikel Local SEO.
Welche Angaben Google nennt
| Angabe | Status bei Google | Was du einträgst |
|---|---|---|
| name | Pflicht | Der Name wie auf Schild und Website |
| address | Pflicht | Straße, Postleitzahl, Ort, Land als PostalAddress, möglichst vollständig |
| url | empfohlen | Die vollständige Adresse der Seite dieses Standorts |
| telephone | empfohlen | Hauptnummer mit Landes- und Ortsvorwahl |
| openingHoursSpecification | empfohlen | Öffnungszeiten je Wochentag, Zeiten im Format hh:mm:ss |
| geo | empfohlen | Breiten- und Längengrad mit mindestens fünf Nachkommastellen |
| priceRange | empfohlen | Preisspanne als kurzer Text, unter 100 Zeichen |
Schema.org kennt weitere Felder. Zwei davon sind für Unternehmen mit Einsatzgebiet nützlich: areaServed beschreibt das Gebiet, in dem du deine Leistung erbringst. sameAs verweist auf eine Seite, die dein Unternehmen eindeutig bezeichnet, zum Beispiel ein Eintrag bei Wikidata oder deine offizielle Website. Beides ist keine Pflicht von Google.
Den genauesten Typ wählen
Google rät, den spezifischsten Untertyp von LocalBusiness zu verwenden. Für Gewerke gibt es bei Schema.org die Gruppe HomeAndConstructionBusiness. Darunter stehen zum Beispiel Plumber und Electrician. Findest du keinen passenden Untertyp, nimm LocalBusiness. Mehrere Typen kannst du als Liste angeben. Das Feld additionalType unterstützt Google nicht.
Ein Beispiel in JSON-LD
Das folgende Muster ist erfunden. Ersetze alle Angaben durch deine eigenen.
<script type="application/ld+json">
{
"@context": "https://schema.org",
"@type": "Plumber",
"name": "Muster Haustechnik GmbH",
"url": "https://www.beispiel-haustechnik.de/",
"telephone": "+49 5971 000000",
"address": {
"@type": "PostalAddress",
"streetAddress": "Musterstraße 1",
"postalCode": "48431",
"addressLocality": "Rheine",
"addressCountry": "DE"
},
"areaServed": "Rheine und Umgebung",
"openingHoursSpecification": [
{
"@type": "OpeningHoursSpecification",
"dayOfWeek": ["Monday", "Tuesday", "Wednesday", "Thursday", "Friday"],
"opens": "07:00:00",
"closes": "16:30:00"
}
]
}
</script>
Du setzt den Block in den Quelltext der Seite, die das Unternehmen beschreibt. Das ist meist die Startseite oder die Kontaktseite. Bei einem Baukasten oder einem CMS gibt es dafür oft ein Plugin oder ein Feld für eigenen Code. Frage im Zweifel den, der deine Website pflegt.
Sonderfälle, die Handwerker oft brauchen
Notdienst rund um die Uhr. Für 24 Stunden trägst du laut Google 00:00 bis 23:59 als Zeiten ein. Für geschlossen den ganzen Tag gilt 00:00 bis 00:00. Prüfe das Muster in der Dokumentation, bevor du es übernimmst.
Zeiten über Mitternacht. Schließt du nach Mitternacht, trägst du die spätere Uhrzeit am Folgetag ein. Google zeigt dafür ein Beispiel mit Samstag 18:00 bis 03:00.
Saisonzeiten. Mit validFrom und validThrough begrenzt du Zeiten auf einen Zeitraum, zum Beispiel für verkürzte Zeiten im Sommer. Ohne diese Angaben gelten die Zeiten das ganze Jahr.
Mehrere Standorte. Gib jedem Standort eine eigene Seite mit eigener Adresse und eigener url. Eigene Abteilungen kannst du als department verschachteln. Trage dort nur ein, was vom Hauptunternehmen abweicht.
Die Regeln, die du beachten musst
Google fordert in seinen allgemeinen Richtlinien:
- Passend zum sichtbaren Text. Markiere nur, was Besucher auf der Seite sehen können. Versteckte oder irreführende Angaben sind tabu.
- Aktuell. Zeiten und Kontaktdaten müssen stimmen. Ändern sie sich, ändere auch den Code.
- Echte Daten. Google warnt ausdrücklich vor erfundenen Bewertungen in strukturierten Daten.
- Erreichbar. Die Seite darf nicht per robots.txt oder noindex für Google gesperrt sein.
- Vollständig statt viel. Google schreibt, dass vollständige und richtige empfohlene Angaben mehr zählen als viele schlecht ausgefüllte.
Verstöße können zu einer manuellen Maßnahme führen. Dann verlierst du die Berechtigung für Rich-Ergebnisse. Auf den normalen Platz in der Websuche hat das laut Google keinen Einfluss.
Bewertungen besser nicht markieren
Die Felder review und aggregateRating nennt Google bei LocalBusiness nur für Websites, die Bewertungen über andere lokale Unternehmen sammeln. Für Bewertungen über dein eigenes Unternehmen sind sie dort nicht vorgesehen. Lass sie weg. Deine Rezensionen leben im Google Unternehmensprofil. Wie du sie regelkonform bekommst, steht im Artikel Google-Bewertungen bekommen.
Wann sich der Aufwand lohnt
Strukturierte Daten sind keine Pflicht. Der Aufwand ist klein, wenn deine Website ein Plugin oder ein Feld für eigenen Code hat. Er lohnt sich vor allem dann, wenn deine Angaben auf Website und Profil noch nicht übereinstimmen. Beim Aufschreiben fällt das sofort auf. Bleib bei den wenigen Angaben, die Google nennt. Ein kurzer, korrekter Block ist besser als ein langer mit Fehlern.
So prüfst du, ob es funktioniert
- Rich-Results-Test von Google. Er prüft die Schreibweise und zeigt kritische Fehler. Warnungen sind nicht kritisch, aber ein Blick lohnt.
- URL-Prüfung in der Search Console. Sie zeigt, ob Google die Seite abrufen kann und nichts sie sperrt.
- Berichte in der Search Console. Dort stehen Fehler zu strukturierten Daten und eventuelle manuelle Maßnahmen.
- Geduld. Bis Google eine Seite neu liest und aufnimmt, können laut Google mehrere Tage vergehen.
Google sagt es ausdrücklich: Gültiges Markup garantiert keine Anzeige.
Was du jetzt tun kannst
- Schreibe Name, Adresse, Telefon und Zeiten so auf, wie sie im Profil stehen.
- Wähle den passenden Typ bei Schema.org.
- Baue den JSON-LD-Block nach dem Muster für deinen Standort.
- Teste ihn im Rich-Results-Test und lies danach den Bericht in der Search Console.
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Quellen
- Google Search Central: Lokale Unternehmen, strukturierte Daten LocalBusiness, zuletzt aktualisiert 08.09.2026
- Google Search Central: Einführung in strukturierte Daten, zuletzt aktualisiert 10.12.2025
- Google Search Central: Allgemeine Richtlinien für strukturierte Daten, zuletzt aktualisiert 10.07.2026
- Schema.org: LocalBusiness
- Schema.org: Plumber
- Google Search Central: Website für generative KI-Funktionen in der Google Suche optimieren, zuletzt aktualisiert 10.07.2026