ChatGPT SEO heißt: dafür sorgen, dass dein Unternehmen in den Antworten von ChatGPT vorkommt. Einen Platz kann dir niemand zusagen. Du kannst aber den Zugang öffnen: Für die Suche in ChatGPT nutzt OpenAI den Crawler OAI-SearchBot. Der darf in deiner robots.txt nicht gesperrt sein. Danach prüfst du mit festen Fragen, ob dein Unternehmen genannt wird.
ChatGPT SEO: die ehrliche Ausgangslage
ChatGPT SEO bedeutet, dass du dein Unternehmen so aufstellst, dass ChatGPT es in seinen Antworten nennen kann. SEO ist die Abkürzung für Suchmaschinenoptimierung. Niemand kann dir einen Platz in einer ChatGPT-Antwort zusagen. OpenAI beschreibt in seiner Dokumentation, welche Crawler es einsetzt und wie du sie steuerst. Ein Crawler ist ein Programm, das Websites abruft und liest. Wie ChatGPT aus den gelesenen Seiten seine Quellen auswählt, steht dort nicht.
Du kannst also zwei Dinge tun. Du kannst den Zugang öffnen und du kannst prüfen, ob es wirkt. Das ist der Stand im Oktober 2026.
SEO für ChatGPT: die drei Zugänge von OpenAI
Laut OpenAI entscheidet allein der Crawler OAI-SearchBot darüber, ob eine Website in der Suche von ChatGPT erscheint. OpenAI unterscheidet mehrere Crawler. Für dich sind drei wichtig.
| Name | Wofür er da ist | Wenn du ihn sperrst |
|---|---|---|
| OAI-SearchBot | Er zeigt Websites in den Suchfunktionen von ChatGPT. | Laut OpenAI erscheint deine Website nicht in den Antworten der ChatGPT-Suche. Als bloßer Link kann sie trotzdem auftauchen. |
| GPTBot | Er sammelt Inhalte, die zum Training von KI-Modellen genutzt werden können. | Deine Inhalte sollen nicht für das Training genutzt werden. Die Suche in ChatGPT berührt das nicht. |
| ChatGPT-User | Er ruft eine Seite ab, wenn jemand in ChatGPT eine Frage stellt oder eine Seite öffnen lässt. | Weil der Abruf von einem Nutzer ausgeht, gelten robots.txt-Regeln dafür womöglich nicht. |
Jede Einstellung gilt für sich. Du kannst OAI-SearchBot erlauben und GPTBot sperren. Ob du dein Material für das Training freigibst, entscheidest allein du. Für die Sichtbarkeit in der Suche ist es nicht nötig.
So prüfst du deine robots.txt
Die robots.txt ist eine Textdatei im Hauptverzeichnis deiner Website. Sie sagt Crawlern, welche Seiten sie abrufen sollen und welche nicht. Du erreichst sie unter deine-domain.de/robots.txt.
- Suche nach dem Eintrag OAI-SearchBot. Steht dort „Disallow: /“, ist deine Website für die ChatGPT-Suche gesperrt.
- Gibt es keinen eigenen Eintrag, gilt die Regel für alle Crawler. Steht unter „User-agent: *“ ein „Disallow: /“, sind auch OpenAIs Crawler ausgesperrt.
- Gibt es gar keine Regel für den Crawler, ist der Abruf nach dem Standard erlaubt (RFC 9309).
Wenn du einen Eintrag änderst, braucht OpenAI laut eigener Angabe für die Suche etwa 24 Stunden, bis die Änderung wirkt.
Auch Hoster und Firewalls können Bots abweisen, ohne dass es in der robots.txt steht. OpenAI empfiehlt, OAI-SearchBot und seine veröffentlichten IP-Adressbereiche zuzulassen. Frag im Zweifel bei deinem Hoster nach.
Was du beeinflussen kannst
Hier endet die Dokumentation von OpenAI. Was jetzt folgt, ist keine Zusage von OpenAI. Es sind Grundsätze, die Google für seine eigene Suche nennt und die auch Lesern helfen.
- Beantworte Fragen auf eigenen Seiten. Eine Seite je Leistung, mit Ort, Angebot und Ansprechpartner. Wer sie liest, weiß danach, ob du passt.
- Schreibe aus eigener Erfahrung. Google fragt in seinem Leitfaden für hilfreiche Inhalte nach eigener Fachkenntnis und Tiefe. Das können Fotos von echten Projekten sein oder Hinweise aus der Praxis.
- Halte deine Angaben stimmig. Name, Adresse und Leistungen sollen auf der Website, im Google Unternehmensprofil und in strukturierten Daten gleich lauten. Strukturierte Daten sind zusätzlicher Code im Quelltext, der Angaben für Maschinen kennzeichnet. Google verlangt, dass sie zum sichtbaren Text passen.
Ob ChatGPT diese Merkmale gewichtet, hat OpenAI nicht veröffentlicht. Sie schaden nicht und sie machen deine Seite für Menschen besser.
So testest du, ob du genannt wirst
Stelle ChatGPT die Fragen, die ein Kunde stellen würde. Zum Beispiel: „Welcher Elektriker in Rheine macht Notdienst?“ Notiere, welche Unternehmen genannt werden und ob deine Website als Quelle erscheint.
Die Antworten einer KI können sich von Mal zu Mal unterscheiden. Frage deshalb mehrmals und halte Datum und Wortlaut fest. Wiederhole den Test mit denselben Fragen, nachdem du etwas geändert hast. Nur der Vergleich zeigt, ob die Änderung etwas gebracht hat.
Kunden formulieren unterschiedlich. Probiere deshalb Fragen mit Ortsnamen und ohne, kurze Suchbegriffe und ganze Sätze. Achte darauf, was genau in der Antwort steht: Wird dein Name genannt? Führt ein Link auf deine Website? Beides ist nicht dasselbe. Eine Nennung ohne Link bringt dir keinen Besucher, hilft aber vielleicht bei der Entscheidung. Notiere beides getrennt.
Was du als Nächstes tun kannst
- Öffne deine-domain.de/robots.txt und suche nach OAI-SearchBot und nach „User-agent: *“.
- Erlaube OAI-SearchBot, falls er gesperrt ist. Entscheide getrennt davon, ob GPTBot Zugang bekommt.
- Schreibe zehn Kundenfragen auf und stelle sie ChatGPT. Das ist dein Startstand.
- Wiederhole den Test nach jeder größeren Änderung an deiner Website.
RankMeister stellt solche Fragen laufend in ChatGPT, Gemini und den KI-Suchen von Google und zeigt dir, bei welchen Fragen dein Unternehmen genannt wird und bei welchen Wettbewerber.
Quellen
- OpenAI: Übersicht der Crawler von OpenAI (Dokumentation)
- IETF: RFC 9309, Robots Exclusion Protocol, September 2022
- Google Search Central: Hilfreiche, zuverlässige Inhalte erstellen, zuletzt aktualisiert 05.10.2026
- Google Search Central: Website für generative KI-Funktionen in der Google Suche optimieren, zuletzt aktualisiert 15.07.2026